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Kassel (ots) - Mit einem Großaufgebot von Polizeibeamten unterschiedlicher Dienststellen hat die Kasseler Polizei am späten Mittwochabend nach einem Zeugenhinweis in einem Bordell in der Schützenstraße eine Razzia durchgeführt und dabei ein mutmaßliches Zuhälterpärchen vorläufig festgenommen.
Der Mann, ein 35 Jahre alter Bulgare, sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Kasseler Staatsanwaltschaft hatte für ihn einen Untersuchungshaftbefehl beantragt, den der Haftrichter am Kasseler Amtsgericht gestern erließ. Seine mutmaßliche Mittäterin, eine 31-jährige Landsmännin, wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt.
17-Jährige wird von Hilfsorganisation betreut
Den beiden Beschuldigten wird Zuhälterei und Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung vorgeworfen. Eine erst 17 Jahre alte Bulgarin, die für ihre mutmaßlichen Zuhälter in dem Haus anschaffen musste, wurde nach ihrer Vernehmung von den Beamten des zuständigen Kommissariats K 12 der Kasseler Kripo in eine andere deutsche Stadt gebracht und wird dort von einer Hilfsorganisation für Menschenhandelsopfer betreut.
Ein "Freier" hatte die Polizei am Mittwochabend mit seinem Hinweis auf die Spur des mutmaßlichen Zuhälterpärchens gebracht. Ihm gegenüber war die 31-jährige Tatverdächtige aufgetreten und hatte von ihm vorab Geld für mögliche Liebesdienste eingefordert. Er hatte offenbar bei seinem Besuch in dem Etablissement zu diesem Zeitpunkt aber bereits den Eindruck gewonnen, dass die junge Frau zur Prostitution gezwungen wurde. Daraufhin hatte der Zeuge sofort das Haus an der Schützenstraße verlassen und auf dem Polizeirevier Mitte den Sachverhalt und seine Beobachtungen geschildert. Die Beamten reagierten schnell. Wenig später saßen beide Tatverdächtigen im Polizeigewahrsam.
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